Archivgut Nachlass

Gertrude V. NL 248

September 1952 bis Mai 1960, 1966-1971

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: September 1952 bis Mai 1960, 1966-1971
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Wien


Quellentypen: Aufzeichnungen in Buchform: 3 Haushaltsbücher; Weiteres: Rechnungen, Unterlagen zum Dienstverhältnis, Listen u.a. als Einlagen


Zum Bestand: Schreiberin: Gertrude V. (geb. P.); 1926-2016, geb. und gest. in Wien

Übergeberin: Monika V. (Tochter von Gertrude V.), 2017 und 2018



Gertrude V. (geb. P.) war als TBC-Fürsorgerin bei der Stadt Wien angestellt. Nach einem begonnenen Medizinstudium hatte sie die entsprechende Ausbildung in dieser Institution absolviert. 1952 heiratete sie den Ingenieur Leopold V. (1925-2016), der bei der ÖBB in der Verwaltung tätig war. Das Paar lebte zuerst bei den aus Niederösterreich gebürtigen Eltern von Gertrude V., später in einer Gemeindebau-wohnung. Ihre Mutter arbeitete als Reinigungskraft, ihr Vater im Verschub der ÖBB. Nach der Geburt von Tochter Monika im Frühling 1956 hat Gertrude V. noch in den Vor-wahlzeiten beim Magistrat gearbeitet.

Die drei von ihr hinterlassenen Haushaltsbücher belegen den Zeitraum von September 1952 bis bis Mai 1960. Den Beginn markiert dabei die Eheschließung, die Aufzeichnungen sind akribisch geführt. Die Einträge der ersten beiden Hefte sind durchwegs mit Bleistift verfasst, im dritten auch mit Tinte und Kugelschreiber, die Buchhaltungslinien in den Heften hat die Schreiberin selbst gezogen.

Die Aufzeichnungen dokumentieren täglich sämtliche Einnahmen und Ausgaben. Neben der Auflistung einzelner Produkte finden sich die Einkäufe beim Kreisler unter dessen Namen pauschal geführt. Auch Mitgliedsbeiträge, Fahrtkosten, Anschaffungen für die Wohnung, Bekleidung, Spenden, Geschenke oder Krankenscheingebühren sind dokumentiert. Einnahmen waren neben dem Gehalt von Gertrude V. u.a. finanzielle Beiträge der Mutter sowie das erst unter „von Poldi“ oder „v. P“ und später das als „WG“ vermerkte Wirtschaftsgeld, das Gertrude V. von ihrem Ehemann ausgehändigt bekommen hatte.

Im dritten, nicht voll beschriebenen Band finden sich rückseitig Jahresabrechnungen, auch sind hier einzelne Einlagen vorhanden, die über den im Heft dokumentierten Zeitraum hinausgehen. Neben der Rechnung für eine Urlaubsreise aus 1966 ist das etwa der Belege für „Herstellung“ eines „Fernsprechanschlusses“ aus 1969, ein Zeitungsauschnitt zum Kurs von Münzen und einzelne Listen. Der Bescheid über die Auflösung des Dienstverhältnis‘ mit der Stadt Wien aus 1971 ist rückseitig eingelegt.

Anmerkung:
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Standort

Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 4277 408 12
Öffnungszeiten
Die Benutzung der Bestände erfolgt nach vorangegangener Terminvereinbarung und Vorlage des Forschungsvorhabens.
Benutzungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann, sind Mi & Do 11.00 - 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage (per Mail oder telefonisch).
Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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