Archivgut Nachlass

Gertrud L. NL 117 I

Oktober 1913 bis März 2003

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: Oktober 1913 bis März 2003
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Krems und Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich; Bautzen, Dresden, Meißen und Schmochlitz in Sachsen in Deutschland; Avignon, Lyon und Nice (Nizza) in Frankreich; Roma (Rom) in Italien; Toronto in Kanada; Budapest in Ungarn


Quellentypen: Aufzeichnungen in Buchform: 3 Reiseberichte; Korrespondenz (Kondolenzschreiben): 151 Schreiben; 2 amtliche Dokumente: 1 Taufschein, 1 Parte; Dokumente zur Schul- und Berufslaufbahn: 3 Abschlussarbeiten zur Lehramtsprüfung; 34 Fotografien von Klassentreffen; Weiteres: Adressstempel, Namens- und Adresslisten, gedruckter Bericht über ein Klassentreffen


Zum Bestand: Schreiberin/Adressatin: Gertrud L. (geb. S.); geb. 1913 in St. Pölten in Niederösterreich, gest. 2003 in Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich

Übergeberin: Mag.a Gertraud L. (Tochter von Gertrud L.), 2010



Gertrud Maria L. (geb. S.) wurde in St. Pölten geboren, ihre Mutter Christine S. war die Tochter eines Tischlers, ihr Vater Franz S. Gärtner der städtischen Parkanlagen. Sie besuchte die Schule der „Englischen Fräulein“ in St. Pölten und die Lehrerinnenbildungsanstalt in Krems. Als Lehrerin war sie an der Schule in St. Pölten, die sie selbst besucht hatte, und später in Raith, Lilienfeld und Annaberg im Mariazellerland tätig. 1939/1940 lernte sie Johann L. (1916-1959) kennen, der ein Studien-Kollege ihres Bruders war. Nach der Heirat mit dem Forstwirt gab sie den Lehrberuf auf. Ihre drei Töchter und zwei Söhne wurden 1946, 1947, 1948, 1952 und 1957 geboren, die Familie lebte in Gmunden, Wildalpen und in Waidhofen an der Ybbs.

Der schriftliche Nachlass von Gertrud L. enthält ihre Abschlussarbeiten zur Lehramtsprüfung für Hauptschulen in den Fächern Geschichte, Mathematik und Naturgeschichte von 1934 bis 1938.

Aus 1959 liegt eine Sammlung von 151 Kondolenzschreiben zum Tod ihres Ehemanns vor. Seine Gesundheit war bereits von Kindheit an labil, als Soldat im Zweiten Weltkrieg hatte er sich ein schweres Nierenleiden zugezogen, nach einem ersten Schlaganfall 1952 war er einseitig gelähmt. Die Kondolenzschreiben hat Gertrud L. in einem Karton gesammelt, jeweils am Kuvert ist das Datum des Antwortschreibens vermerkt, teilweise sind Erklärungen zu den Schreiberinnen und Schreiber beigefügt.

Von 1964 bis 1989 sind 34 Fotografien von Klassentreffen aus der Schule der „Englischen Fräulein“ erhalten, erweitert durch Namens- und Adresslisten sowie durch einen gedruckten Bericht von einem dieser Treffen.

Von April 1980 bis August 1995 fertigte Gertrud L. 4 Reiseberichte in Form von datierten Einträgen mit eingeklebten Fotografien an. Eine Ringmappe enthält das Programm, den Bericht, Postkarten und Fotografien von einer Fahrt der Diözese St. Pölten nach Rom 1980. In einem Schulheft ist die gemeinsame Reise mit einer Freundin nach Südfrankreich 1990 sowie eine als „Studienfahrt“ bezeichnete Reise nach Ungarn 1992 dokumentiert. Ein zweites Schulheft beinhaltet den Bericht über eine Gruppenreise nach Sachsen 1995, auf der u.a. die Städte Meißen und Dresden besucht wurden und eine Kahnfahrt im Spreewald unternommen worden ist.

Von Gertrud L. liegen weiters das 1936 ausgestellte Duplikat ihres Taufscheins, ihr persönlicher Adressstempel sowie die Parte der „Forstmeisterswitwe“ vor.

Anmerkung:
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Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
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Öffnungszeiten
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Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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