Archivgut Sammlung

Hanny J. NL 125 I

Oktober 1938; Februar bis Juni 1953

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: Oktober 1938; Februar bis Juni 1953
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: St. Georgen im Salzkammergut in Salzburg, Judenburg in der Steiermark; Bayreuth in Deutschland; San Francisco in den USA u.a.


Quellentypen: Korrespondenz (Freundschaftskorrespondenz, Korrespondenz aus der Emigration): 7 Schreiben; Weiteres: Schachtel mit Kunstpostkartensammlung


Zum Bestand: Adressatin/Besitzerin: Hanny J.; persönliche Daten unbekannt

Übergeberin: Univ.-Prof.in Edith S. (Nachbarin von Hanny J., Zufallsfund), 2009



Die wenigen erhaltenen Korrespondenzstücke der Familie von Johanna (genannt Hanny) J. wurden von ihrer Nachbarin Univ.-Prof.in Edith S. zufällig in einem Altpapiersammelbehälter in Wien Währing gefunden.

Neben einer Einladung vom Wiener Bürgermeister zur Eröffnung des Theater des Volkes in Wien im Oktober 1938 wurden alle übrigen Schreiben 1953 verfasst. An Johanna J. sind eine Namenstags-Grußkarten von zwei Frauen aus St. Georgen im Salzkammergut adressiert sowie ein mit Maschine geschriebener Brief von Martha R. aus San Francisco von Februar 1953. Dem Inhalt zufolge war Martha R. eine frühere Bekannte aus Wien, die (vermutlich) in die USA geflüchtet war. Die 62-jährige Frau berichtet darin, in der Emigration keine für ihre Kenntnisse adäquate Büroanstellung finden zu können, da es mit der Sprache „hapert“; stattdessen würde sie trotz gesundheitlicher Probleme in einer Mantelfabrik arbeiten. Sie schreibt von ihrer Einsamkeit und schildert die Wohnung, die sie gemeinsam mit der Schwester ihrer Schwägerin bewohnte. Zwar wäre das Saubermachen aufwändig; „Allerdings ist in jeder Wohnung Warmwasser für das Geschirr, Badezimmer etz. Frigidair in den meisten Wohnungen. Staubsauger, so Behelfe, die das Arbeiten erleichtern.“

Drei Schreiben von Kolleginnen und Kollegen sind an Kurt J. (vermutlich den Sohn von Hanny J.) gerichtet, der im April 1953 wegen einer Sportverletzung Zeit im Krankenhaus Judenburg verbringen musste. Ein weiteres Schreiben ist eine Urlaubspostkarte aus Bayreuth von Juni 1953 an seine Frau Liselott J.

Weiters liegt eine in einer Schmuckschatulle aus Pappe aufbewahrte Sammlung von 55 unbeschriebenen Postkarten vor, die Kunstdrucke v.a. von historischen Porträtbildern sowie von einzelnen Stichen umfasst.

Anmerkung:
Aus Datenschutzgründen werden in diesem Online-Verzeichnis alle Nachnamen abgekürzt angegeben. Die mit den Übergeber/innen der Bestände jeweils vertraglich vereinbarte Verwendung der Namen ist bei der Recherche vor Ort abzuklären.
Gesamten Bestand von Sammlung Frauennachlässe anzeigen

Standort

Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 4277 408 12
Öffnungszeiten
Die Benutzung der Bestände erfolgt nach vorangegangener Terminvereinbarung und Vorlage des Forschungsvorhabens.
Benutzungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann, sind Mi & Do 11.00 - 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage (per Mail oder telefonisch).
Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

Ich stimme der Nutzung von Google Maps zu.