Tonträger
Interview
Interview von Kristine von Soden mit Frau Alice P.
in:
Sammlung: Sammlung K. v. Soden
1992
,
01:32:15 Stunden
Weitere Informationen
| Einrichtung: | Archiv der deutschen Frauenbewegung | Kassel |
|---|---|
| In: | Sammlung: Sammlung K. v. Soden |
| Bestell-Signatur: | ST-49 ; 2-2 |
| Jahr: | 1992 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Kristine von Soden interviewte 1992/93 Frau Alice P. zu deren Bildungs- und Berufsweg. Frau P. berichtet von ihrer Familie und ihrer Schulzeit und warum sie sich für das Jurastudium entschied. Sie machte 1926 das Abitur und studierte anschließend in Hamburg, München, Genf und Kiel. Ihre Dozenten waren unter anderem Walther Schücking, Walter Jellinek, Hans Nawiasky, Fritz Münch und Wilhelm Kisch. Laut Frau P. war die Atmosphäre während ihres Studiums sehr förmlich und distanziert, StudentInnen hatten wenig Kontakte untereinander. 1929 bestand sie das erste Staatsexamen und wurde Referendarin im Oberlandesgericht und anschließend der Staatsanwaltschaft. Als Referendarin arbeitete sie auch beim Vormundschaftsrichter Paul Blumenthal. Frau P. lernte verschiedene frühe Juristinnen und andere einflussreiche Frauen kennen, u. a. Clärchen Meyer, Emmy Beckmann, Frau Möller-Bing, Frau Bohlmann-Neuer, Emmy Rebstein-Metzger, Renate Lenz-Fuchs, Marianne Weber und Camilla Jellinek. 1933 absolvierte sie das zweite Staatsexamen, konnte jedoch aufgrund neuer Verordnungen nicht als Anwältin arbeiten. Sie erzählt von Vorfällen mit Nazis in der späten Weimarer Republik sowie Ereignissen während des Dritten Reichs. Bis 1945 arbeitete sie in verschiedenen Bürotätigkeiten, u. a. im Verlag von Gotthard de Beauclair. Erst nach Kriegsende erhielt sie die Zulassung als Anwältin. Frau P. berichtet auch allgemein über die Entwicklung der Bildungschancen und Rechte von Frauen seit dem 19. Jahrhundert sowie den Deutschen Juristinnen-Bund. | |
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