Tonträger
Interview
Interview von Kristine von Soden mit Frau Clara S.
in:
Sammlung: Sammlung K. v. Soden
1992
,
28:56 Minuten
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | Archiv der deutschen Frauenbewegung | Kassel |
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| In: | Sammlung: Sammlung K. v. Soden |
| Bestell-Signatur: | ST-49 ; 2-4 |
| Jahr: | 1992 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Kristine von Soden interviewte 1992/93 Frau Clara S. zu deren Bildungs- und Berufsweg. Frau S. stammt aus einer Medizinerfamilie und begann darum nach ihrem Abitur 1933 ebenfalls ein Medizinstudium. Sie erzählt, dass die Immatrikulation 1933 noch ohne Probleme möglich war, aber ein Jahr später zahlreiche Regelungen in Kraft traten, die Frauen und Menschen nicht-arischer Herkunft am Studieren hindern sollten. Das Studieren selbst war ihr ohne Hindernisse möglich, aber die Zulassung zu den Examen wurde ihr erschwert und die Approbation verweigert. Zeitweise studierte Frau S. in der Schweiz. Unter ihren Dozenten waren u. a. Johannes Sobotta und Bernhard Fischer-Wasels. Sie hatte während ihres Studiums nicht das Gefühl, aufgrund ihres Geschlechts ausgeschlossen zu werden, aber durch ihre jüdische Herkunft konnte sie nicht an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilnehmen und fürchtete sich vor Denunziation. Weil sie nicht als Ärztin arbeiten durfte, arbeitete sie während des Krieges u. a. als Sprechstundenhilfe und in einer Apotheke. Nach Kriegsende fand sie eine Stelle in einer Frankfurter Klinik und konnte eine Facharztausbildung abschließen und promovieren. Anschließend arbeitete sie als verbeamtete Ärztin in Frankfurt. | |
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