Tonträger
Interview
Interview von Kristine von Soden mit Herrn Hans L.
in:
Sammlung: Sammlung K. v. Soden
16.06.1985, 20.09.1985
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01:45:49 Stunden
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | Archiv der deutschen Frauenbewegung | Kassel |
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| In: | Sammlung: Sammlung K. v. Soden |
| Bestell-Signatur: | ST-49 ; 1-10 |
| Jahr: | 16.06.1985, 20.09.1985 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Kristine von Soden interviewte am 16.06.1985 und am 20.09.1985 den Gynäkologen Hans L. zum Thema Aufklärung, Verhütung und Sexualberatungsstellen in der Weimarer Republik. Herr L. gründete zusammen mit Felix T. und Kurt B. eine Beratungsstelle in Berlin. Die Ziele der Einrichtung waren Geburtenregelung, sprich die Verbreitung und das Einsetzen von Verhütungsmitteln, und Aufklärung, Abtreibungen wurden dort nicht durchgeführt. Die Beratungsstelle arbeitete mit den Ambulatorien der Krankenkassen zusammen und wurden u. a. von der Arbeiterorganisation für Geburtenregelung subventioniert. Die Ärzteschaft stand, laut Herrn L., den Beratungsstellen ablehnend gegenüber, in der Bevölkerung jedoch hätten diese viel Zulauf erhalten. Eine Beratung war in solchen Einrichtungen kostenlos, lediglich die Verhütungsmittel, die eingesetzt wurden, mussten die Patientinnen bezahlen. Herr L. berichtet, dass seine Einrichtung mehrere hundert PatientInnen betreute, davon hauptsächlich Frauen aus der Arbeiterklasse. 1933, mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten, musste L. seine Beratungsstelle schließen. Er konnte jedoch alle Akten retten und nahm diese mit in das Exil in die USA. Des Weiteren spricht er über Ärzte, die in der Weimarer Republik abtrieben und in das Gefängnis mussten, über die Verfolgung seiner Kollegen im Nationalsozialismus, über andere Sexualberatungsstellen sowie über Sexualwissenschaften und seine VertreterInnen, aber auch über konservative, seine Praxis ablehnende Ärzte. | |
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