Archivgut Akte

Bestand Deutscher Akademikerinnenbund (Aachen)

in: Aktenbestand: Deutscher Akademikerinnenbund (Aachen)
1987 - 1997 , 1 Archivkarton

Weitere Informationen

Einrichtung: Archiv der deutschen Frauenbewegung | Kassel
In: Aktenbestand: Deutscher Akademikerinnenbund (Aachen)
Bestell-Signatur: NL-K-46.1
Jahr: 1987 - 1997
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Körperschaftsdaten: Der Deutsche Akademikerinnenbund (DAB) wurde am 11.05.1926 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u. a. Marie-Elisabeth Lüders, Agnes von Zahn-Harnack sowie Margarete von Wrangell. Der DAB setzte sich aus bereits bestehenden akademischen Frauenvereinen, wie dem deutschen Philologinnenverband, Bund deutscher Ärztinnen oder dem deutschen Juristinnenverein, zusammen. Ziele des Bundes waren, die Interessen der Akademikerinnen zu vertreten. Dazu zählten u. a. die Forderung nach gerechter Entlohnung sowie die Förderung von Berufschancen. Außerdem unterstützten sie den weiblichen akademischen Nachwuchs: sie richteten Wohnheimsplätze ein oder versorgten die Studentinnen mit Kleidung und Essen. Daneben plante der Bund das große Vorhaben, eine Bibliographie der Frauenbewegung mit Schriftstücken ab 1780 herauszugeben - dieses konnte 1934 im Rahmen der damaligen Bedingungen verwirklicht werden. 1928 hatten sich bereits 16 Ortsgruppen gebildet. Schon 1926 wurde der DAB Mitglied in der International Federation of University Women (IFUW). Im Nationalsozialismus stellte sich der DAB zunächst gegen die NSDAP und die Rolle der Frau in der nationalsozialistischen Ideologie, letzten Endes wurde er jedoch gleichgeschaltet und dem Deutschen Frauenwerk unterstellt. Am 19.06.1949 wurde der Deutsche Akademikerinnenbund unter der ursprünglichen Führung neu gegründet und besteht bis heute. Die Aachener Ortsgruppe gründete sich 1987 und bestand zum Großteil aus Wissenschaftlerinnen der Universität Aachen (RWTH). Während ihres Bestehens gab es zwei Vorsitzende, Theresia Sauter-Bailliet, die die Gruppe mitgründete, sowie Helgard Menzel. Die Gruppe organisierte zahlreiche Lesungen, Vorträge und Fahrten zu Themen mit Frauenbezug. In der Aachener Frauengruppen-Landschaft war sie gut vernetzt, sodass immer wieder Kooperationen mit anderen Gruppen zustande kamen. Die Gruppe löste sich 1996 mangels einer Nachfolgerin für die damalige Vorsitzende auf.
Bestandsbeschreibung: Der Bestand wurde im Juni 2016 von Frau Liesel Gatzemeier dem Archiv der deutschen Frauenbewegung zugesandt. Er umfasst rund 6 cm Akten, die hauptsächlich aus Veranstaltungseinladungen und Korrespondenz bestehen, darunter befindet sich auch das Gründungsdokument der Aachener Gruppe. Der Bestand wurde 2022 im Rahmen des Projektes "Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut" erschlossen. Nutzungsbedingungen: Das Archivgut, das im Archiv der deutschen Frauenbewegung verwahrt wird, kann 30 Jahre nach Schließung der Unterlagen benutzt werden, soweit dem nicht gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. Die Sperrfristen können unter bestimmten Bedingungen auf Antrag verkürzt werden. Siehe hierzu: Benutzungsordnung des AddF.
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Standort

Archiv der deutschen Frauenbewegung

Gottschalkstraße 57
34127 Kassel
Telefon: +49 (0)561 989 36 70
Öffnungszeiten
Di - Do 11.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

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