Archivgut Nachlass

Ing. Kurt K. NL 246 II

Februar 1943 bis Februar 1946

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: Februar 1943 bis Februar 1946
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Wien; Ulm in Deutschland; Bolbec in Frankreich; unbestimmbare Orte an der Front/Kriegsschauplätze im 2. Weltkrieg in Frankreich und in der Sowjetunion


Quellentypen: Tagebuch (Männertagebuch/Soldatentagebuch/während dem 2. Weltkrieg geführtes Tagebuch): 1 Band (als Abschrift); Weiteres: 1 Maturazeitung


Zum Bestand: Schreiber: Ing. Kurt K.; 1924-2016, Orte und weitere persönliche Daten unbekannt

Übergeberin: Rita G. (Cousine der Lebensgefährtin von Kurt K.), 2017



Die mit „Mein Kriegstagebuch“ betitelten maschingeschriebenen Aufzeichnungen von Ing. Kurt K. sind vermutlich eine Abschrift. Sie umfassen 25 Seiten auf 14 losen Blättern. Die Schilderungen beginnen mit der Einberufung des 19-jährigen zum Kriegsdienst im Februar 1943 und enden mit seiner „Entlassung“ durch die britische Militärbehörde im Februar 1946.

Kurt K. wurde zu der Nachrichten-Ersatz-Abteilung 17 in Wien-Meidling eingezogen. Als Angehöriger der Nachrichten-Abteilung 113 hielt er sich kurz in Frankreich auf und nahm an Kampfhandlungen in der Sowjetunion teil. Die amerikanische Kriegsgefangenschaft verbrachte er in mehreren Lagern in Deutschland und Frankreich, u.a. in einem sogenannten „Rheinwiesenlager“.

Im September 1945 kommentierte der 21-jährige seine Situation folgendermaßen: „Es ist furchtbar, schlimmer wie im KZ!!! Die Verpflegung ist noch schlechter wie in Bolbec, ebenso die Unterbringung. […] Es müßte Schnaps geben!“ Laut seinem abschließenden Kommentar sollte die Abschrift „immer an viele schöne Stunden aber auch an die schwärzesten [seines] Lebens erinnern. […] Jeden Anderen aber mögen sie eine Warnung sein, und sagen was der Krieg ohne Maske gesehen bedeutet.“

Die daneben vorliegende Maturazeitung (42 Seiten) aus 1943 wurde von einer Abschlussklasse einer Höheren Technischen Lehranstalt für Starkstromtechnik in Wien herausgegeben. Neben verschiedenen Anekdoten enthält sie auch eine Fotografie des Schulgebäudes in der Währingerstraße. Die Verbindung zwischen Kurt K. und dieser Klasse ist offen, womöglich hatte er dieselbe Schule besucht.

Anmerkung:
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