Archivgut Vorlass

Dr.in Edith S. NL 17 II

1927 bis 1996

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: 1927 bis 1996
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Güssing (Németújvár/Novigrad) im Burgenland, Wien


Quellentypen: Korrespondenz (Familienkorrespondenz/Korrespondenz aus dem RAD): 58 Schreiben; autobiografische Aufzeichnungen: 1 Band (137 Seiten) mit 13 Fotografien


Zum Bestand: Schreiberin: Dr.in Edith S. (Pseudonym); geb. 1927 in Wien

Übergeberin: Dr.in Edith S., 1999-2012



Dr.in Edith S. wuchs in einer Beamtenfamilie in Wiener Bezirk Landstraße auf, ihr Vater war bis zur Suspendierung 1938 im Bundesverlag beschäftigt. Im November 1944 wurde sie als 17-jährige Gymnasiastin zum Reichsarbeitsdienst (RAD) eingezogen. Nach einer Stelle im häuslichen Dienst kam Edith S. zum „Schanzen“ nach Güssing (Németújvár/Novigrad) im Burgenland, wo sie bis März 1945 stationiert war. Gegen Kriegsende wurde ihre Einheit in Graz stationiert, wo Edith S. bei der Straßenbahn eingesetzt war, bevor sie nach Oberösterreich flüchtete.

In den 58 während dieser Zeit an die Eltern in Wien adressierten Schreiben berichtet sie detailliert über ihre Arbeitseinsätze und das Lagerleben mit ihren Kolleginnen. Die Briefe liegen sowohl im Original, als auch in einer von Edith S. selbst redigierte Abschriften vor.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Edith S. Germanistik und Philosophie an der Universität Wien. 1950 promovierte sie mit einer Arbeit über Kinder- und Jugendliteratur. Ab 1951 war sie als Dolmetscherin und Bibliothekarin in Innsbruck und Wien tätig, daneben arbeitete sie für den Österreichischen Rundfunk ORF. Nach ihrer Heirat 1966 arbeitete Edith S. in der Kinderarztpraxis ihres Ehemanns in Wien, seit den 1980er Jahren engagiert sie sich in verschiedenen literarischen und politischen Zusammenhängen. Edith S. lebt in Nizza und Wien.

2014 hat Edith S. einen umfangreichen Nachtrag aus ihrem Vorlass übergeben. Die 7 Kartons und 3 Ordnermappen enthalten dabei u.a. die Originale von zuvor in Kopien übergebenen Schriftstücken. Enthalten sind darin des Weiteren u.a. Familien- und Freundinnenkorrespondenzen. Der literarische Teil der Aufzeichnungen wurde an die Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen weitergegeben, wo bereits Texte von Dr.in Edith S. archiviert sind.

Edith S.s autobiografische Erzählung „Ich bin ein Kind aus Österreich. Kurzgeschichten“ wurde 1996 vom Österreichischen Literaturforum herausgegeben. Sie umfasst den Zeitraum von 1927 bis 1996, 13 abgedruckte Fotografien sind zwischen den 1910er- und 1950er-Jahren aufgenommen.



Die literarische Tätigkeit von Edith S. ist in der Datenbank biografiA dokumentiert.

Anmerkung:
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Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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