Archivgut Nachlass

Wilhelmine K. NL 93 I

1900 bis 2008

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: 1900 bis 2008
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Engelhartstetten, Groß Schweinbarth, Haringsee, Mistelbach, Palterndorf, Prinzendorf an der Zaya, Waidhofen an der Ybbs und Wolkersdorf in Niederösterreich, Wien


Quellentypen: Aufzeichnungen in Buchform/autobiografische Aufzeichnungen (1 Band, 96 Seiten, darin enthalten sind Auszüge aus Poesiealben, Korrespondenz sowie 52 Fotografien)


Zum Bestand: Erzählerin: Wilhelmine Eugenie K. (geb. D.); geb. 1910 in Haringsee in Niederösterreich, gest. 1997 in Mödling in Niederösterreich

Schreiberinnen: Dr.in Brigitta S. und Mag.a Christine B.-H., persönliche Daten unbekannt

Übergeberin: Dr.in Brigitta S. (Tochter von Wilhelmine Eugenie K.), 2011



Wilhelmine Eugenie (genannt u.a. Minnerl) K. (geb. D.) war die Tochter von Wilhelmine D. (geb. P., geb. 1881) und des Bahnaufsehers Valentin D. (geb. 1879). Die Mutter hatte vor ihrer Heirat als Kammerzofe bei der Bankiersfamilie P. in Olomouc (Olmütz) in Normähren gearbeitet, Mäda (Eugenia) P. war auch die Patentante von Wilhelmine Eugenie K..

Die Grundlage für ihre autobiografischen Aufzeichnungen bildet ein Interview auf Tonband, das ihre Tochter Dr.in Brigitta S. (geb. K., geb. 1938) im Februar 1986 mit ihr aufgenommen hat. Der Text wurde von Christine B.-H. verfasst, von Brigitta S. lektoriert, von Petra K., der Enkelin von Wilhelmine K., grafisch gestaltet und ist 2008 im Eigenverlag erschienen. Das Buch ist in 16 Kapitel gegliedert und enthält 76 Abbildungen von Originaldokumenten, darunter 52 Fotografien von ca. 1900 bis in die 1990er-Jahre, amtliche Dokumente und Briefteile und Auszüge aus Poesielaben. Der Text beginnt mit einer Schilderung der Lebensläufe ihrer Eltern und Wilhelmine Kampels eigener Kindheit im Weinviertel, wo die Familie aufgrund der Beschäftigung des Vaters als Bahnbediensteter mehrfach die Wohnsitze wechselte. Weiters beschrieben sind ihre Schulzeit in der Bürgerschule Mistelbach und die Lehrzeit als Kleidermacherin und Weißnäherin in Wolkersdorf. Es folgt die Familiengeschichte ihres späteren Ehemanns Franz K. (1908-1973), der als Student als Nachhilfelehrer für Wilhelmine Kampels jüngeren Bruder Walter in den Haushalt der Dreiers gekommen war. Nachdem ihr Vater 1929 bei Eisenbahnarbeiten tödlich verunglückt war, zog Wilhelmine K. nach Wien, wo sie in verschiedenen Modesalons arbeitete. Nach der Heirat 1935 übersiedelte das Ehepaar K. nach Waidhofen an der Ybbs, wo ihre Tochter Brigitta und ihre Söhne Robert (geb. 1940) und Franz (geb. 1944) geboren wurden.

Weitere Schilderungen im Text beschreiben und belegen Franz K. Zeit als Lehrer an NAPOLA (Nationalpolitischen Erziehungsanstalten)-Schulen in Traiskirchen in Niederösterreich, in Mokrice (Mokritz) und Šentvid (St. Veit an der Save) im besetzten Jugoslawien (heute Slowenien) sowie in Seckau in der Steiermark, seine Einrückung zur Wehrmacht 1944 und das Ende des Zweiten Weltkriegs. Während seines „Entnazifizierungsverfahrens“ war Franz K. bis Jänner 1946 in Blamau im Ybbstal interniert. 1949 wurde er wieder als Lehrer zugelassen. Der Beginn des Hausbaues in St. Pölten steht am Ende der autobiografischen Aufzeichnungen von Wilhelmine K..

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