Archivgut Nachlass

Julie S. NL 79

Juli 1921 bis April 1980

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: Juli 1921 bis April 1980
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Bucheben-Rauris in Salzburg, Mauthen in Kärnten, Wien


Quellentypen: Aufzeichnungen in Buchform: 1 Erinnerungsbuch; Korrespondenz (Feldpost aus dem 2. Weltkrieg, Paarkorrespondenz): 461 Schreiben; 6 amtliche Dokumente; Dokumente zur Schul- und Berufslaufbahn: 10 Schul- und Dienstzeugnisse; Weiteres: 26 Propagandaheftchen


Zum Bestand: Schreiberin: Julie S. (geb. N., adoptierte H.); geb. 1912 in Wien, gest. 1990 in Kirchstetten in Niederösterreich

Adressat/Schreiber: Anton S.; 1905-1982, geb. und gest. in Wien

Übergeber: Ing. Hans S. (Sohn von Julie und Anton S.), 2006



Der schriftliche Nachlass von Julie S. (geb. N., adoptierte H.) umfasst 461 Feldpostschreiben, die sie zwischen Jänner 1943 und März 1945 fast täglich an ihren Ehemann Anton S. im Fronteinsatz gesendet hat. Auf vielen der Schreiben hat sich auch ihr 1941 geborener kleiner Sohn Hans kritzelnd „unterschrieben“. Die Briefe wurden in Wien, Mauthen in Kärten (Sommer 1943) und Bucheben-Rauris in Salzburg (Sommer 1944) verfasst. Anton S. hat die Korrespondenz zu einem späteren Zeitpunkt sortiert, nach einzelnen Monaten geordnet und mit Papierbändern zusammengebunden archiviert. Die Kuverts wurden nicht aufgehoben und es ist nur die eine Seite der Korrespondenz erhalten.

Daneben ist aus der NS-Zeit eine Sammlung von 26 Propagandaheftchen des „Kriegshilfswerks“ vorhanden.

Die Berufsausbildung und -laufbahn der Schneiderin Julie S. ist anhand von 10 Schul- und Dienstzeugnissen von Juli 1921 bis Dezember 1929 belegt, 6 verschiedene Ausweise und amtliche Dokumente (u.a. ein Heimatschein, ein Personal- und Identitätsausweis) wurden zwischen Februar 1930 und Juli 1949 ausgestellt.

Anton S. wurde 1970 als Leiter eines Wiener Jugendamtes pensioniert. Aus Anlass seines Ruhestands wurde ein Album angelegt, das seinen beruflichen Werdegang als Lehrer, Horterzieher und Jugendamtsangestellter dokumentiert. In der Familienerzählung ist überliefert, dass das Album von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Anton S. angelegt worden ist. Er hat es fortgeführt und ergänzt.

Das Album umfasst jetzt 201 Seiten, der darin dargestellte Zeitraum erstreckt sich von Februar 1925 bis April 1980. Es beinhaltet eine Vielzahl von Einlagen wie z.B. Fotografien von Feiern mit Kolleginnen und Kollegen oder Ausflügen aus dem Zeitraum von 1925 bis 1970, Briefe, Glückwunschbillets, ein Soldbuch, Broschüren, Zeitungsausschnitte, amtliche Dokumente, Zeichnungen, Karikaturen, Soldatenplakete, Ausweise, Aufstellungen von Gehalt/Bezügen von 1937 bis 1981 u.ä. Diese sind mit Kommentaren und Illustrationen versehen.

Anmerkung:
Aus Datenschutzgründen werden in diesem Online-Verzeichnis alle Nachnamen abgekürzt angegeben. Die mit den Übergeber/innen der Bestände jeweils vertraglich vereinbarte Verwendung der Namen ist bei der Recherche vor Ort abzuklären.
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Standort

Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

Universitätsring 1
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 4277 408 12
Öffnungszeiten
Die Benutzung der Bestände erfolgt nach vorangegangener Terminvereinbarung und Vorlage des Forschungsvorhabens.
Benutzungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann, sind Mi & Do 11.00 - 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage (per Mail oder telefonisch).
Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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