Archivgut
Akte
Königsberg, Soziale Frauenfachschule
1936 - 1987
,
1 Mappe
Weitere Informationen
| Einrichtung: | Alice Salomon Archiv | Berlin |
|---|---|
| Orginaltitel: | Wohlfahrtsschulen Bd. X/30 |
| Bestell-Signatur: | 5-ReiP.94 |
| Jahr: | 1936 - 1987 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| 1. Prospekt. Soziale Frauenfachschule zu Königsberg i. Pr. (~ 1920). Archiv DCV CA VIII 34 C, K-Z. 2. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. E VI 1855. Berlin W 8, den 20. November 1936. Volkspflegeschule im Sozialpädagogischen Seminar der NS-Volkswohlfahrt in Königsberg (Preußen). Die Fachabteilung für Volkspflegerinnen im Sozialpädagogischen Seminar der NS-Volkswohlfahrt in Königsberg (Preußen) ist als Frauenschule für Volkspflege im Sinne der Bestimmungen in § 1 der Vorschriften über die staatliche Prüfung von Wohlfahrtspflegerinnen vom 22. Oktober 1920 ("Volkswohlfahrt", Seite 355) und des Erlasses vom 17. Dezember 1934 - U II M 2253 - (RMinAmtsBlDtschWiss.1935, Seite 15) staatlich anerkannt worden. Dieser Erlass wird im Amtsblatt "Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung" veröffentlicht werden. Im Auftrage Unterschrift. Archiv DCV 141-M 99 1930-1955. 3. NS.-Sozialpädagogisches Seminar. Amt für Volkswohlfahrt, Gau Ostpreußen Königsberg (Pr.). Zeugnis über die Ablegung der staatlichen Prüfung als Volkspflegerin. Fräulein Marga Hehmke, geboren 11. 7. 1913 in Königsberg Pr. Bekenntnis: ev., hat nach zweijährigem Besuch des Volkspflegerinnenseminars des NS.-Sozialpädagogischen Seminars am 23. September 1938 die staatliche Abschlussprüfung im Hauptfach Jugendwohlfahrt bestanden und auf Grund der Prüfung und der Klassenleistung folgendes Zeugnis erhalten: im Hauptfach die Gesamtzensur gut in den Nebenfächern die Gesamtzensur gut Königsberg (Pr), den 23. September 1938 Der Staatliche Prüfungsausschuss Unterschriften (u. a. M. Körnke, Seminarleiterin, Hermann Dembowski, Oberregierungs- und-medizinalrat). 4. Ausweis für staatlich anerkannte Volkspflegerinnen. Fräulein Marga Hehmke aus Heinrichswalde Regierungsbezirk Gumbinnen, geboren am 11. 7. 1913 in Königsberg Pr., die vor dem staatlichen Prüfungsausschuss in Königsberg Pr. die Prüfung als Volkspflegerin, im Hauptfach Jugendwohlfahrtspflege, bestanden und das vorgeschriebene Probejahr mit Erfolg abgelegt hat, wird hiermit staatlich als Volkspflegerin mit Wirkung vom 1. April 1939 anerkannt. Für den Fall, dass Tatsachen bekannt werden, die den Mangel derjenigen Eigenschaften dartun, die zur Ausübung des Berufes einer Volkspflegerin erforderlich sind, oder dass die Volkspflegerin den in Ausübung der staatlichen Aufsicht erlassenen Vorschriften beharrlich zuwiderhandelt, kann die Zurücknahme der Anerkennung erfolgen. Gumbinnen, den 25. Januar 1940. Der Regierungspräsident. In Vertretung (Siegel) gez. Unterschrift 5. Ausweis für staatlich anerkannte Volkspflegerinnen. Fräulein Luise Schimmelpfennig aus Königsberg (Pr), geboren am 3. Oktober 1919 in Königsberg (Pr), Regierungsbezirk Königsberg (Pr), die vor dem staatlichen Prüfungsausschuss in Königsberg Pr. die Prüfung als Volkspflegerin, im Hauptfach Gesundheitsfürsorge bestanden und das vorgeschriebene Probejahr mit Erfolg abgelegt hat, wird hiermit unter Befreiung von der Vorschrift der Vollendung des 24. Lebensjahres mit Wirkung vom 1. Dezember 1942 ab staatlich als Volkspflegerin anerkannt. Für den Fall, dass Tatsachen bekannt werden, die den Mangel derjenigen Eigenschaften dartun, die zur Ausübung des Berufes einer Volkspflegerin erforderlich sind, oder dass die Volkspflegerin den in Ausübung der staatlichen Aufsicht erlassenen Vorschriften beharrlich zuwiderhandelt, kann die Zurücknahme der Anerkennung erfolgen. Königsberg (Pr), den 11. Dezember 1942. Der Regierungspräsident. Im Auftrage (Siegel) gez. Dr. Dembowski. 6. Schreiben. Luise Schimmelpfennig vom 15. 3. 74. An den Senator für Wissenschaft und Kunst zum Az. II b F 1 - 34 30/01. Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom 11. 3. 74 gebe ich nachstehende eidesstattliche Erklärung ab: Das Sozialpädagogische Seminar in Königsberg/ Ostpr., Ortsteil Ratslinden unter der Gesamtleitung Frau Körnke umfasste Ausbildungsstätten für Kindergärtnerinnen, Jugendleiterinnen und Volkspflegerinnen. Das Volkspflegerinnenseminar hatte für die beiden ersten Semester Internatszwang. Das Internat des Volkspflegerinnenseminars, in dem in den ersten beiden Semestern der gesamte Unterricht erteilt wurde, befand sich in Königsberg/Pr. in der Altgroßgärter Predigerstraße und wurde von Frau Dr. Hasenclever geleitet (Hasenclever, Christa siehe dazu: Berger, Manfred: In: Maier, Hugo (Hrsg.): Who is Who der Sozialen Arbeit. Freiburg 1998, 232-233). Während der beiden weiteren Semester fanden die Unterrichtsstunden teilweise in den Räumen der Ostpreußischen Mädchengewerbeschule "Auf den Hufen" und teilweise im Hauptgebäude in Ratslinden statt. Die Abschlussprüfung wurde im Hauptgebäude in Ratslinden abgelegt. Ich erkläre hiermit eidesstattlich, dass ich das Volkspflegerinnenseminar im Sozialpädagogischen Seminar Königsberg/Ratslinden vom 16. 10. 1939 bis 23. 9. 41 besuchte und in Königsberg/Ratslinden am 23. 9. 41 vor dem staatlichen Prüfungsausschuss das Volkspflegerinnenexamen mit dem Hauptfach Gesundheitsfürsorge abgelegt habe. Das vorgeschriebene Jahr als Amtspraktikantin leistete ich unter Leitung von Herrn Amtsarzt Dr. Rüggemeier im Gesundheitsamt Heilsberg durch Mitarbeit in der Tuberkulose-, Säuglings- und Geschlechtskrankenfürsorge ab und erhielt dafür 1942 die staatliche Anerkennung als Volkspflegerin. - In dem gleichen Zeitraum, in dem ich im Gesundheitsamt Heilsberg praktizierte, war ich bei der NSV-Kreisamtsleitung als "Kreissachbearbeiterin für Mutter und Kind", später auch für das Sachgebiet "Jugendhilfe" fest angestellt. Die Teilnahme an den Sprechstunden für Tuberkulose-, Säuglings- und Geschlechtskrankenfürsorge beim Gesundheitsamt zum Erwerb der staatlichen Anerkennung als Gesundheitsfürsorgerin wurde mir von der Dienststelle gestattet, da der gleiche Personenkreis, zumindest in der Tuberkulose- und Säuglingsfürsorge, auch von der NSV betreut wurde. Die Urkunde über meine staatliche Anerkennung als Volkspflegerin, Hauptfach Gesundheitsfürsorge - konnte ich durch Flucht und Bombenangriffe hindurch retten und fügte sie in Ablichtung meinem Antrag vom 8. 1. 1974 bei. Luise Schimmelpfennig. 7. Schreiben. Christel Mathieu, Droste-Hülshoff-Str. 30, 5300 Bonn vom 2. 3. 87. Sehr geehrter Herr Professor Reinicke! Ihr Schreiben vom 12. 2. 87 habe ich erhalten und war von dem Gedanken und Ihrem Vorhaben beeindruckt in Ihre Ermittlungen über Wohlfahrtsschulen auch an die verlorene Heimat Ostpreußen zu denken. Ab 1936 Herbst gab es das NS.-Sozialpädagogische Seminar in Königsberg/Pr. Ratslinden. Voraussetzungen für Ausbildungsaufnahme Die Studierenden (nur weiblich) wohnten im 1. Semester im Kameradschaftshaus, das für uns im Haupthaus des Seminars, ehemaliges Gutshaus Ratshof in Ratslinden lag. Der Unterricht wurde in den Räumen der Mädchengewerbeschule in Königsberg gehalten und wir hatten den Fußweg von 30 Minuten bis dorthin. Die Straßenbahn zu benutzen, galt als unkameradschaftlich. Nachmittagsunterricht war im Seminar, das wir nur nach Abmeldung verlassen durften und an den freien Wochenenden alle 14 Tage. Weiterhin hatten wir Vorlesungen in der Orthopädischen Klinik, dem Hygienischen Institut und Rassenkunde in der Universität. Das Angebot der Unterrichtsfächer war sehr vielseitig: Völkerkunde, Volkswirtschaft, Rassenkunde, Gesundheitsfürsorge, Rechtspflege, Sport, Hygiene, Psychologie/Pädagogik. Leider sind die einzelnen Fächer nicht im Abschlussdiplom aufgeführt. Wir waren 22 Studierende. Nach dem !. Semester machten wir ein 3 Monate langes Praktikum im Studienfach. Ich war 3 Monate Praktikantin beim Staatl. Gesundheitsamt Pr. Eylau. Nach den Sommerferien trafen wir wieder im Seminar zusammen und wohnten auch dort im Kameradschaftshaus bis zum Beginn des 3. Semesters. Zu Anfang des 4. Semesters wurde ein 2 monatliches Praktikum bei einer Dienststelle der NSV als Träger der Wohlfahrtspflege durchgeführt. Danach war ich 1 Monat beim Jugendamt der Stadt Königsberg, um auch als spätere Gesundheitspflegerin praktisch die Jugendfürsorge kennen zu lernen. Examen nach Zulassung und Beendigung des 4. Semesters. Von der Vorgangschule, wenn man so sagen kann, hatten wir keine genaue Kenntnis. Die frühere Wohlfahrtsschule wurde nicht mehr erwähnt. Gutes Gelingen für Ihre Arbeit und die Nachforschungen. Mit freundlichen Grüßen Christel Mathieu. 8. Schreiben. Christel Mathieu, Droste-Hülshoff-Str. 30, 5300 Bonn vom 2. 3. 87. Sehr geehrter Herr Professor Reinicke! Schülerin der Ausbildungsstätte Sozialpädagogisches Seminar in Königsberg Pr. 1937/39 und ihre Wege: Frau Dr. Elfriede Brehlke, Höhenstraße 30, 2105 Seevetal 2 (Fürsorgerin, nach Studium der Volkswirtschaft Dozentin im Seminar Hamburg. Frau Magda Bark, Kurhausstr. 31, 6552 Bad Münster am Stein (Abitur, Jugendfürsorge). Frau Ilona Bergel, Friedhofsweg 13, 6300 Gießen-Kl. Linden (Oberfürsorgerin in Gießen gewesen). Frau Lisbeth Goetz, Okenstr. 10, 7500 Karlsruhe (Landesfürsorgerin der ev. Kirche Baden-Württemberg). Frau Christel Liehr, Schreyers Hoek 2, 2970 Emden (Frau Liehr hat mit mir das Volkspflegerinnenexamen gemacht, hatte vorher Medizin studiert und blieb 1939 als Lehrkraft im Seminar Königsberg Pr.) Weitere Schüler und Dozenten): Irmgard Merz, Marga Hellriegel, Hannover und Dr. Körte () 10. NS.-Sozialpädagogisches Seminar. Amt für Volkswohlfahrt, Gau Ostpreußen - Königsberg (Pr.). Zeugnis über die Ablegung der staatlichen Prüfung als Volkspflegerin. Fräulein Gerda Gennrich, geboren 11. November 1913 in Schneidemühl Bekenntnis: -, hat nach zweijährigem Besuch des Volkspflegerinnenseminars des NS.-Sozialpädagogischen Seminars am 23. September 1941 die staatliche Abschlussprüfung im Hauptfach Gesundheitsfürsorge bestanden und auf Grund der Prüfung und der Klassenleistung folgendes Zeugnis erhalten: im Hauptfach die Gesamtzensur befriedigend in den Nebenfächern die Gesamtzensur befriedigend Königsberg (Pr), den 23. September 1941 Der Staatliche Prüfungsausschuss Unterschriften (u. a. M. Körnke, Seminarleiterin, Dr. Seeger, Oberregierungs- und-medizinalrat). 11. Ausweis für staatlich anerkannte Volkspflegerinnen. Fräulein Gerda Gennrich, wohnhaft in Schneidemühl, Königstr. 70, geboren am 11. November 1913 in Schneidemühl, die den Nachweis der Ausbildung in der Volkspflege, Hauptfach Gesundheitsfürsorge erbracht hat, wird hiermit staatlich als Volkspflegerin anerkannt. Für den Fall, dass Tatsachen bekannt werden, die den Mangel derjenigen Eigenschaften dartun, die zur Ausübung des Berufes einer Volkspflegerin erforderlich sind, oder dass die Volkspflegerin den in Ausübung der staatlichen Aufsicht erlassenen Vorschriften beharrlich zuwiderhandelt, kann die Zurücknahme der Anerkennung erfolgen. Die Anerkennung gilt mit Wirkung vom 1. Mai 1942. Schneidemühl, den 18. Juli 1942. Der Regierungspräsident. Im Auftrage (Siegel) gez. Kanter. 12. Schreiben Marga Hellriegel, geb. Hehmke vom 3. 10. 1985. 13. Schreiben Petra-Hildegard Drescher, vom 6. Januar 1987 (enthält Lebenslauf ihrer Mutter Hildegard Drescher, Dozentin in Königsberg und weitere Notizen zu Persönlichkeiten der Königsberger Wohlfahrtsschule. 14. Jacob, Liane: Eröffnung von sozial-pädagogischen Seminaren der NSV. In: Nationalsozialistischer Volksdienst, 3. Jg., H. 8/1936, 123. 15. Ausbildungsstätten der NSV. für Volkspflege. In: Nationalsozialistischer Volksdienst, 6. Jg., H. 3/1939, 135. (Hinweis auf Königsberg) (5-ReiP.65/84). | |
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